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Meine Gedanken

23.7.06 23:37


Sommerfreuden - ein Stimmungsbild

Wenn beim Betreten meiner Wohnung Schweißperlen auf meiner Kopfhaut prickeln, um sich gleich darauf zu Rinnsalen zusammenzuschließen und selbige in reißende Bäche zu verwandeln, wenn meine Haut unter einem Panzer aus salzigem Drüsensekret kaum mehr zu atmen vermag, wenn Gedanken sich anfühlen wie Himbeersoße auf Grießbrei, dann hat für mich die Zeit des Leidens begonnen, dann ist Sommer.
In den Schulen haben Schüler und Lehrer Hitzefrei, über Büros liegt Schweißgeruch wie eine Glasglocke über frischem Käse und das Leben draußen ist träge geworden.
Gefühlte Temperaturen über 35 Grad Celsius.
„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ steht auf meiner Blacklist. Ich möchte Carell ohrfeigen für jedes einzelne Wort. Überhaupt steigt mein Aggressionspotenzial proportional zur ausgeschiedenen Schweißmenge. Ich möchte die Katze verhauen, weil sie den einzig kühlen Platz in der Wohnung – die Waschmaschinentrommel – zu nutzen in der Lage ist, während ich zerschmelze. Ich möchte auch die Jalousie verhauen, die immer noch Licht durchlässt und die Hitze sowieso nicht draußen hält und die Leute vom Wetterbericht, die mir ein erfrischendes Gewitter frühestens für morgen Früh in Aussicht stellen, mir aber mit einer „amtlichen Warnung vor Hitze“ das letzte bisschen Lebensfreude zu entziehen sich nicht enblöden.
Ich träume von Eisbergen, Gletschern und Schlittenhunden, von Schneestürmen und Polarbären und stelle mir vor, meine Dusche wäre ein tosender Wildbach, der meinen Schweißpanzer für immer von mir abwäscht. Hilft nichts. Kaum hat der Ventilator das Wasser weggepustet, perlt es schon wieder und verleiht meiner Haut die Konsistenz flüssigen Honigs.
Hin und wieder wage ich einen Blick zum Himmel. Jedes noch so kleine Wölkchen verfolge ich mit Beschwörungen, versuche es, Kraft meiner grießbreisoßigen Gedanken vor die Sonne zu schieben. Hilft nichts.
Stattdessen werfe ich mich jetzt in die dünnsten Klamotten, die mir und meiner Umwelt zuzumuten sind, steige aus meinem Elfenbeinturm hinab auf die Straße, deren Teer mich am Weitergehen hindern will, krieche zum Auto und fahre zur Arbeit … wo mich zwei Dutzend Augenpaare fixieren und zwei Dutzend Münder mitfühlend stöhnen werden: „Puh, ganz schön warm heute.“
Erwähnte ich eigentlich schon, dass ich Sommer hasse?
5.7.06 22:00


Frisch gebackener geht es nicht ...

Vermutlich durch Bastian Sick und sein geniales Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" sensibilisiert, fiel mir eben die Werbung für einen Schokoriegel auf ... und seitdem grüble ich, welchen Zweck wohl falsch angewandte Grammatik in einem Werbespot erfüllen soll ...

"Frisch gebackener geht es nicht" wird mir da ein berühmtes Naschwerk angepriesen.

"gebacken" ist, wenn mich meine Grammatikkenntnisse nicht vollständig im Stich gelassen haben, in diesem Fall ein adjektivisch verwendetes Partizip und besitzt damit keinen Komparativ.

Richtig müsste es also heißen: "Frischer gebacken geht es nicht" ...

Fehler oder Absicht? Auf jeden Fall irritierend - denn falsch gesteigerter geht es nicht.
20.5.06 13:57


21.3.06 23:34


2.1.06 14:34


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