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Vorbildlich

Ich bin nicht die typische Frau am Steuer. Nein, ich fahre sicher, z?gig und vorausschauend. Klar, gelegentlich verwechsele ich rechts und links, aber das ist doch nicht weiter schlimm. Und dass ich eine Vollbremsung mache f?r jeden Igel, der lustig aufgeplustert ?ber die Stra?e trippelt, ist Ehrensache. Dass ich geschlossene Ortschaften im Schritttempo passiere, versteht sich von selbst. Schlie?lich will ich keine freilaufenden Hunde und Katzen auf dem Gewissen haben ? ach ja, und dann sind da ja auch noch die Kinder! Halt!! Eine Sache kann ich nun wirklich nicht, das muss ich zugeben: ich kann einfach nicht r?ckw?rts einparken ? aber das k?nnen auch viele M?nner nicht. Ich bin also nicht die ?Frau am Steuer?. Wie schon gesagt, ich fahre vorausschauend. Ich trete auf die Bremse, sobald beim hundert Meter entfernten Vordermann die roten Lichter zu Leuchten anfangen und auf der Autobahn kriege ich meist auch nur einen winzig kleinen Schreck, wenn der Typ, der auf dem Beschleunigungsstreifen hinter mir steht, auf die Hupe dr?ckt. Am meisten ?rgert es mich, dass mein Freund immer den R?ckspiegel verstellt. Jedesmal, nachdem er das Auto gefahren hat, kann ich mich gar nicht mehr richtig sehen.

Vor zwei Wochen rief mich meine alte Schulfreundin an. Sie ist vor kurzem nach Bad Vilbel gezogen und weil das ja nicht so weit von mir weg ist, hat sie mich eingeladen. ?Super?, habe ich mir gedacht, ?dann komme ich endlich mal wieder aus diesem Dorf heraus?. Letzten Montag war es dann so weit. Mein Freund ist vorher extra noch an die Tankstelle gefahren und hat den Wagen vollgetankt. War auch besser so, weil ich irgendwie nie so richtig an die Zapfs?ulen heran komme. Meistens muss ich den Schlauch halb ums Auto wickeln und es wird ganz sch?n schwierig, das Benzin in die Tank?ffnung zu bef?rdern. Manchmal spritzt auch etwas davon wieder raus und dann stinken meine Klamotten so. Jedenfalls war mein Auto vollgetankt und die Scheibenwaschanlage hatte Ludwig auch noch aufgef?llt. Das macht er f?r mich, seit ich ihm gesagt habe, dass ich gar nicht wusste, dass man die Motorhaube bei einem Auto auch aufmachen kann. Zur Sicherheit hatte Ludwig aus dem Internet eine Wegbeschreibung f?r mich ausgedruckt, die wir dann drei Tage vorher mehrmals durchsprachen. Bevor ich ins Auto gestiegen bin, hat er mich nochmal abgefragt. Ich wei? gar nicht, warum er so nerv?s geworden ist, als ich gesagt habe, dass ich hinter Ranstadt links abbiegen muss. Ich hatte mich doch blo? versprochen.

Gut gelaunt und voller Vorfreude auf das Wiedersehen mit meiner Freundin stieg ich nun also in mein Auto. Hatte ich schon erw?hnt, dass ich in meinem Auto nie allein bin? Da fahren immer ganz viele Teddyb?ren mit, damit ich jemanden habe, mit dem ich reden kann. Egal, es war zwei Uhr am Nachmittag und um Vier wartete Franziska auf mich. Bis Bad Vilbel sind es rund vierzig Kilometer. Ludwig meinte, ich solle aber mal lieber fr?h genug wegfahren, falls ein Stau auf der Landstra?e w?re. ?Verflixt?, dachte ich nach den ersten f?nf Kilometern, ?jetzt habe ich die Wegbeschreibung zu Hause liegen lassen.? Ach was, Ludwig hatte ja mit mir gepaukt, also konnte doch gar nichts schiefgehen. Ich kam dann auch prima voran. Warum der Traktor hinter mir st?ndig so dicht auffuhr und der Fahrer so b?se guckte, frage ich mich immer noch. Nach einer Stunde hatte ich schon mehr als die H?lfte der Strecke hinter mich gebracht und wusste immer noch, wo ich war. Mein Lieblingsteddy guckte ganz drollig, als ich mir selber auf die Schulter klopfte, aber ich war nun einmal richtig stolz auf mich. In weniger als einer Stunde w?rde ich mit Franziska am Kaffeetisch sitzen und ?ber alte Zeiten plaudern. Ach, wie freute ich mich darauf.

Alles lief prima und ich kam meinem Reiseziel immer n?her, wie mir die Stra?enschilder verrieten. Gelegentlich wurde ich von Radfahrern ?berholt, aber das st?rte mich nicht. Sollten die doch rasen, wenn sie das Bed?rfnis hatten. Da! Jetzt hatte ich aber ein Problem. Ich kam an eine Kreuzung und wie das oft der Fall ist, standen dort nat?rlich Hinweisschilder. Links ging es nach Bad Vilbel ? geradeaus aber auch. Ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, was mir Ludwig dauernd gesagt hatte, und dabei hatte ich doch so flei?ig ge?bt. Hinter mir hupten ein paar Autofahrer, die es eilig zu haben schienen. Konnten die denn nicht warten, bis mir der richtige Weg wieder einfiel? ?Egal?, dachte ich. ?Fahr mal links, du kommst in jedem Fall nach Bad Vilbel.?

Also setzte ich den Blinker und bog links ab, als endlich alles frei war. Der Mann im Wagen hinter mir hatte sich ein paarmal an den Kopf gefasst. Das konnte ich im R?ckspiegel sehen. Sicher hatte er Kopfschmerzen. Der arme Mann - hoffentlich war er bald zu Hause, damit er eine Tablette nehmen konnte.

Die Stra?e nach Bad Vilbel kriegte auf einmal eine Leitplanke in der Mitte. Davon hatte in der Wegbeschreibung nat?rlich nichts gestanden. Die zeichnen ja keine Leitplanken ein ? warum eigentlich nicht? Auf den Hinweisschildern stand aber immer noch ?Bad Vilbel?, ich verstand blo? nicht, wieso die auf einmal blau waren. Vorhin waren sie noch gelb gewesen. Ich dachte gerade daran, dass Blau meine Lieblingsfarbe ist, als mir der Schreck in die Knochen fuhr. ?Du bist auf der Autobahn!?. Also, von Autobahn hatte aber nun wirklich nichts in der Beschreibung gestanden, das wusste ich ganz genau. Was sollte ich jetzt blo? machen?

Umdrehen darf man auf der Autobahn nicht, das hatte ich in der Fahrschule gelernt. ?brigens hatte ich einen ganz komischen Fahrlehrer. Der hat sich immer selbst gebissen, wenn ich am Steuer sa?. Der fand das wohl besonders witzig? Als ich nach einem Jahr meinen F?hrerschein hatte, hatte er ?berall am Arm ganz d?nne rote Zahnabdr?cke. Vielleicht war er ja auch nur irgendwie pervers, wer wei? das schon?

Also gut, Umdrehen ging nicht. Blieb mir also nur ?brig, weiterzufahren bis zur Ausfahrt. Der Golf vor mir tr?delte vielleicht! Franziska wartete doch auf mich und wenn der da vorne so weiter machte, w?rde ich noch zu sp?t kommen. Ich setzte den Blinker und zog elegant an der Schlafm?tze vorbei. Gerade als ich mit dem Golf auf gleicher H?he war, sah ich rechts neben uns das blaue Schild mit den drei wei?en, nein zwei, nein einem wei?en Balken drauf, und als ich endlich am Golf vorbei war ? der hat bestimmt Gas gegeben, um mich zu ?rgern ? war ich auch an der Ausfahrt Bad Vilbel vorbei gefahren. ?Elfriede?, sagte ich mir, ?Elfriede, jetzt wird es aber spannend!? Ich wei? nicht, ob mein Lieblingsteddy das auch fand, jedenfalls nickte er mir zu.

Ludwig hatte mir mal gesagt, dass es nicht so schlimm ist, wenn man mal eine Ausfahrt verpasst. Man f?hrt dann eben an der n?chsten Ausfahrt raus und auf der anderen Seite wieder auf die Autobahn auf. Das konnte ja wohl nicht so schwierig sein! Eine routinierte Autofahrerin wie mich bringt so eine Kleinigkeit jedenfalls nicht aus dem Konzept.

Die n?chste Ausfahrt, die ich sah, geh?rte mir ? und ich staunte nicht schlecht, als ich das Schild ?Frankfurt? erkannte. Ich hatte gar nicht gewusst, dass Frankfurt so nah bei Bad Vilbel war. Jedenfalls fuhr ich an dieser Ausfahrt raus und jetzt musste ich mir nur noch einen Weg suchen, wieder auf die Autobahn aufzufahren, aber schlie?lich konnte ich ja lesen und entnahm dem Schild, dass ich links abbiegen musste. Anscheinend hatten noch viel mehr Autos die Ausfahrt nach Bad Vilbel verpasst, denn auf der Spur zur Autobahn standen die Wagen Sto?stange an Sto?stange. Ich stand da und blinkte nach links, aber neben mir stand ein Lastwagen und der wollte einfach nicht r?berrutschen, um mich reinzulassen. Die Autofahrer hinter mir ?rgerten sich genauso dar?ber wie ich und hupten ganz doll. Der Brummifahrer blieb aber stur ? und ich nat?rlich auch! Von dem Hupkonzert kriegten alle Leute Kopfschmerzen. Ich konnte im Spiegel sehen, wie sie immer wieder mit dem Zeigefinger auf ihre Stirn deuteten. Ich glaube, an dem Tag hatten die Apotheken in Frankfurt einen guten Umsatz.

Als ich zehn Minuten gewartet hatte und der Lastwagen immer noch neben mir stand, fiel mir pl?tzlich ein, dass Franziska ja auf mich wartete ? und inzwischen war ich schon echt sp?t dran. Also dachte ich: ?Elfriede, fahr einfach geradeaus und such dir einen anderen Weg.? ? und das tat ich dann auch. Sehr bald war ich am Ortsschild ?Frankfurt? vorbei und ich freute mich, dass ich endlich auch mal in die Gro?stadt kam. Viel w?rde ich nicht davon sehen, denn ich musste ja den Weg nach Bad Vilbel finden, aber da hatte ich keine Bedenken. Nur die Zeit sa? mir im Nacken. Ein Blick zur Uhr sagte mir, dass Franziska bestimmt schon zum zweiten Mal Kaffee gekocht hatte und sich fragte, wo ich blieb. Ach, dann musste sie sich eben noch ein bisschen gedulden. Was konnte ich denn daf?r, wenn alle Anderen zu dusselig waren zum Autofahren?

Vergn?gt lenkte ich mein Auto durch den Gro?stadtverkehr. Die Stra?en in Frankfurt waren aber wirklich in keinem guten Zustand. Fr?her muss hier wohl die Eisenbahn gefahren sein, aber h?tten die die Schienen nicht irgendwann mal entfernen k?nnen? Schlie?lich will sich doch niemand die Sto?d?mpfer ruinieren! Endlos zog sich der Schienenstrang durch die Stra?en. Kein Wunder, dass niemand au?er mir hier entlangfuhr. Die echten Frankfurter wussten bestimmt besser als ich, wo sie autoschonend fahren k?nnen. Damit es nicht so rumpelte, versuchte ich, wenigstens mit den rechten Reifen auf den Schienen zu bleiben. Ab und zu wechselte ich mal zu den linken, damit die Sto?d?mpfer einigerma?en gleichm??ig abgenutzt wurden.

Irgendwann wurde mir das einfach zu dumm. In die n?chste Nebenstra?e, in die keine Schienen f?hrten, bog ich ab. ?Da sag noch einer, die Hessen w?ren stur?, dachte ich, als ich sah, wie mir die Leute in der Stra?e fr?hlich zuwinkten. Ich konnte nicht zur?ck winken, denn auf dem Kopfsteinpflaster hoppelte das Lenkrad immer so. Immer mehr Leute winkten ? sogar die Autofahrer, die mir entgegenkamen. Sie zeigten immer mit dem Finger nach vorn und fuchtelten ganz lustig mit den H?nden vor der Windschutzscheibe. Ich bin ja kein Gro?st?dter, aber ein bisschen ?bertreiben die es doch mit der Freundlichkeit, finde ich. Ich kann auch gar nicht verstehen, warum die in so einer gro?en Stadt die Stra?en so eng machen. Ich musste ganz sch?n aufpassen, dass ich die Autos am Stra?enrand nicht rammte, wenn mir ein Wagen entgegenkam. ?Elfriede, du willst zu Franziska, vergiss das nicht!? rief ich mich zur Ordnung. Schlie?lich war ich ja nicht zum Vergn?gen in Frankfurt. Mein Gef?hl sagte mir, dass ich mich am besten rechts halten sollte, also bog ich bei n?chster Gelegenheit ab.

Die Stra?e war noch ein bisschen enger, aber die Leute waren genauso freundlich. Nur der Mercedes-Fahrer, der mir entgegenkam, guckte richtig b?se, als ich im Vorbeifahren seinen Au?enspiegel abriss. Wenn der auch so stur sein muss! Die immer mit ihrer eingebauten Vorfahrt. Der h?tte ja warten k?nnen, bis ich vorbei war. Sollte er sich doch einen neuen Spiegel kaufen, das war ja schlie?lich nun wirklich nicht mein Problem. Unbeirrt fuhr ich weiter und ich war mir ganz sicher, dass ich schon bald einen Weg nach Bad Vilbel finden w?rde.

?Elfriede?, dachte ich wieder bei mir. ?Du machst deine Sache gut. Vertrau auf dein Gef?hl.? An der n?chsten Kreuzung gab es keine Vorfahrtsschilder, aber aus der Fahrschule erinnerte ich mich. ?Hier gilt rechts vor links?. Naja, und ich kam ja von rechts.... oder? Als ich rausgefahren war, sah ich im R?ckspiegel, wie ein Auto ganz knapp hinter mir bremste und dann ganz lustig noch ein St?ck nach vorne h?pfte. Scheinbar eine Fehlz?ndung, jedenfalls konnte ich den Rauch noch sehen, als ich schon ein ganzes St?ck weiter gefahren war ? aber einen Wegweiser nach Bad Vilbel sah ich nicht.

Langsam wurde meine Kehle trocken und ich beschloss, mir an der n?chsten Tankstelle Cola und Zigaretten zu besorgen. Eigentlich hatte ich das Rauchen l?ngst aufgegeben, aber heute war mir irgendwie danach. Wenn Ludwig sich wunderte, warum meine Klamotten nach Rauch riechen, w?rde ich ihm einfach sagen, dass Franziska qualmt wie ein Schlot. Ich hasse es, wenn die Leute an Tankstellen immer kreuz und quer parken ? darum fahre ich immer ordentlich an eine Zapfs?ule, ob ich tanke oder nicht. In der Tankstelle wurde ich z?gig bedient und nachdem ich mich ein wenig gestreckt hatte ? die lange Fahrt hatte mich doch ein wenig angestrengt ? stieg ich wieder in mein Auto ein, drehte das Fenster herunter und z?ndete mit dem letzten Streichholz, das ich in der Schachtel in meiner Handtasche fand, eine Zigarette an. Dabei fiel mir ein, dass ich unbedingt neue Streichh?lzer besorgen musste, bevor ich das n?chste Mal zum Friedhof fuhr. Kerzen, die nicht entz?ndet werden, finde ich deprimierend. Damit Ludwig mich nicht auf frischer Tat ertappen konnte, warf ich das brennende Streichholz aus dem Fenster und fuhr los.

Ich war noch nicht weit gekommen, als ich hinter mir einen riesigen Knall h?rte und Flammen aus der Tankstelle schlugen, wo ich eben noch meine Zigaretten geholt hatte. So ein Zufall! Da drehten die doch tats?chlich dort einen Film ? w?re ich noch ein bisschen l?nger dort geblieben, h?tte ich vielleicht als Statist mitwirken k?nnen.

An der n?chsten Kreuzung sah ich endlich ein Hinweisschild. Wenn ich jetzt links abbog, kam ich wieder zur Autobahn. ?Na also, Elfriede! Du hast es wieder einmal geschafft!?. Wenn mich schon sonst niemand lobte, musste ich das eben selbst tun. F?r die Dreharbeiten an der Tankstelle hatten die Filmleute sogar Polizei und Feuerwehr eingespannt. Das Tempo, mit dem sie jetzt in die Stra?e einbogen, aus der ich gerade herausfuhr, wirkte jedenfalls sehr echt und ?berzeugend.

Ich fuhr also in Richtung Autobahn und schaute ganz zuf?llig auf die Uhr. Naja, ganz zuf?llig war das nicht, ich wunderte mich, dass es pl?tzlich schon so fr?h dunkel wurde. Als ich aus dem Tunnel herausfuhr, konnte ich erkennen, dass es mittlerweile 18 Uhr war. Franziska w?rde stinksauer sein.

In der mir eigenen Souver?nit?t setzte ich also meine Fahrt zur Autobahn fort und tats?chlich hatte ich die richtige Auffahrt bald gefunden. Komisch, obwohl ich das Stadtgebiet schon verlassen hatte, waren die Leute, die mir hier begegneten, genauso freundlich wie in Frankfurt, aber dieses Mal konnte ich wenigstens zur?ckwinken, denn Kopfsteinpflaster gab es hier nicht. Einen Nachteil hatte diese Stra?e aber: ich habe keine Ahnung warum, aber irgendwie hatte man vergessen, die Schilder so aufzustellen, dass sie von beiden Seiten zu lesen waren. Jedesmal musste ich versuchen, die Schrift auf den Hinweistafeln im R?ckspiegel zu entziffern. Ach herrjeh, stellte ich auf einmal fest. Nach Bad Vilbel geht es ja in die andere Richtung!

?Kein Problem, Elfriede?, dachte ich, ?dann drehst du eben da vorn um.? Ich hatte Gl?ck. Eine Zeitlang hatte ich ?berhaupt keinen Gegenverkehr, also nutzte ich die Chance und wendete mein Auto. Endlich war ich auf dem richtigen Weg. Und dieses Mal w?rde ich mich nicht wieder vom Temporausch hinrei?en lassen, wenn die Ausfahrt n?her r?ckte. Nach ungef?hr einer halben Stunde war ich bei der Ausfahrt angelangt und freute mich, dass ich bald bei Franziska sein w?rde. Kaffee w?rde ich aber um die Uhrzeit keinen mehr trinken, der machte mich nur nerv?s! Franziskas Adresse hatten wir zwar nicht ausdr?cklich gepaukt, aber ich wusste noch, dass der Stra?enname etwas mit Musik zu tun hatte. Beethoven, Mozart, Bach, Haydn, H?ndel ? ich glaube, es war die Bachgasse. Bachgasse 5, dort wohnte Franziska.

Als Franziska die T?r ?ffnete, schaute sie ziemlich verdutzt. Wahrscheinlich wunderte sie sich, dass ich mich so wenig ver?ndert hatte. Naja, wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen und sie selbst war in der Zeit ganz sch?n alt geworden. Franziska ist eben eine alte Jungfer. Mich hat die Liebe jung gehalten. Dass ich entsetzt war ?ber ihren Alterungsprozess lie? ich Franziska aber nicht sp?ren. Ich fiel ihr um den Hals und dr?ckte sie so richtig fest, wie ich das fr?her schon immer gemacht habe. ?Ach Franziska?, seufzte ich, ?entschuldige, dass ich so sp?t dran bin, aber der Verkehr... Wer heutzutage alles einen F?hrerschein bekommt, ist unfassbar. Wenn ich dir erz?hle, was f?r Deppen mir unterwegs begegnet sind....? Franziska war wohl sprachlos vor Gl?ck, mich wiederzusehen. Erst nach einer ganzen Weile schob sie mich von sich und sagte ?Franziska? Ich hei?e Marlene und wer sind Sie??
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29.11.04 19:26
 


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