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Früh Aufstehen lohnt sich nicht

Hurra, ich hab?s geschafft, fr?h aufzustehen. Bis zwei am Nachmittag geh?rt der Tag mir. Nix wie ran ans Manuskript. Gestern lief es so gut, da muss doch heute auch noch was gehen ...
Kaffee machen, gen?gend Zigaretten stopfen, schnell ein Toast w?hrend der Rechner hochf?hrt, Rundumblick im Internet. Was gibt?s Neues auf dem Planeten, bei den Drabbles, in meiner Mailbox? Alles im gr?nen Bereich, so mag ich das. Sie haben 10 neue Mails, sagt mein Account. Acht davon Phishing und Spam. L?schen!
Jetzt aber Word ?ffnen, Text aufrufen, das bisher Geschriebene noch einmal lesen, Stimmung einfangen, kurz orientieren und Finger auf die Tasten. Was, zum Teufel, ist denn das f?r ein nerviger Piepton von drau?en? Ans Fenster, nachgucken. Die Hauptstra?e kriegt eine Sch?nheits-OP, der l?stige Warnton geh?rt zu dem Laster, der die rotwei?en Fahrbahnabgrenzungen abl?dt. Macht nix, der wird ja bald leer sein und so lang ist die Stra?e nun auch wieder nicht.
Finger auf die Tastatur. Er ging hin?ber zum Bett. Telefon. Ein liebes Gutenmorgen, kurzer Austausch ?ber das Tagesgeschehen. Bis sp?ter, tsch?ss! Er ging hin?ber zum Be Schei?satz, l?sch ich besser.
Er schloss das Fenster und lie? seinen Blick ?ber den Raum gleiten. Schon besser. Drei Zigaretten sp?ter ?berlege ich immer noch, ob ich dem Prot einen Setzkasten mit ?-Ei-Figuren ins Zimmer h?nge oder doch lieber ein B?cherregal mit den Klassikern der Weltliteratur. Kann mich nicht entscheiden, wird?s halt ein CD-St?nder. Welche Musik h?rt er wohl gern und was sagt das ?ber seinen Charakter aus? Ich wei?, er h?rt am liebsten alles. Finger an die Tasten. Haust?r. Der Postbote hat ein Nachnahmepaket f?r mich. Prima, das Geburtstagsgeschenk f?r T?chterlein klein ist rechtzeitig da. Die wird Augen machen! Ich wei? jetzt: ich geb ihm ne Vitrine mit Sammeltrucks! Dann geh ich der Sache mit dem Musikgeschmack aus dem Weg - oder vielleicht doch einen Stapel Groschen-Western?
Telefon. Unser Haupthaus.
Schlie?lich muss ich um 14.30 Uhr sowieso arbeiten, warum soll ich dann nicht vormittags hochnotwichtige Verwaltungsprobleme diskutieren. Dienstzeiten, wenn ich das schon h?re.
Da f?llt mir ein, ich k?nnte noch nen Kaffee vertragen. Und die gestopften Zigaretten haben auch nicht gereicht. Also los, Kaffeepulver in Milch, Milch in Mikrowelle, aufsch?umen, hei?es Wasser dran, fertig. Zigaretten mach ich lieber nach Bedarf, dann rauche ich auch ein bisschen weniger.
Er lie? seinen Blick durch den Raum gleiten. Hat was von Science-fiction. Als der Raumgleiter sich ins Universum verabschiedete ... Also, ich wei? ja nicht. Vom Hocker haut mich das nicht. Nochmal anders: Er schloss das Fenster und f?r einen Moment seine Augen ... Erinnert mich an Heinz Erhard: ?Nicht nur meine Gro?mutter, auch der Herd war ausgegangen." Wie sagt mein lieber Schreibkollege immer? ?Weg mit dem Dreck!?
Irgendwas wollte ich doch heute noch erledigen? Ach, ich wei? wieder: die CD bezahlen und meine Mutter anrufen. Erst Mutter, sonst vergess ich das wieder und sie nimmts mir wochenlang ?bel.
Ja, hier scheint die Sonne. Ja, nat?rlich muss ich heute arbeiten. Nein, ich hab nicht geh?rt, dass die G?nse vergiftet worden sind. Ja, die Kleine wird staunen, wenn sie ihr Geschenk sieht. Ich? Ich arbeite am Manuskript. Sch?n, dass es dir wieder besser geht. Nein, sonst gibt?s nix Neues. Also dann ... ? ah Moment, es klingelt. Ich ruf dich sp?ter nochmal an.
Schnell zur Gegensprechanlage. Klar kriegst du nen Kaffee bei mir. Komm ruhig hoch. Schau dich nicht um, ich arbeite am Manuskript, hatte keine Zeit zum Staubsaugen. Das sind ja tolle Neuigkeiten. Freut mich f?r dich. Ja, du musst mehr an dich denken, sonst gehst du vor die Hunde. Also, sch?n, dass du mal vorbeigeschaut hast. Pass auf dich auf, wir sehen uns.
Telefon. Ja, das Geschenk ist heute angekommen. Wei? noch nicht, ob ich dann freimachen kann, muss ich erst den Chef fragen. Ich sags dir rechtzeitig. Also, tsch?ss.
Hm, ich seh grad, ich hab ne Mail gekriegt. Die beantworte ich schnell und gucke nochmal, ob?s im Net was Neues gibt. Schlie?lich kann ich sp?ter wieder nicht reingucken. Dann noch schnell Online-Banking aufrufen und die ?berweisung machen. Aber dann.
So sp?t schon? Mist, ich muss unter die Dusche und danach mach ich mir erstmal nen Toast, sonst knurrt mir in der Dienstbesprechung wieder so peinlich der Magen. Aber keinen Kaffee mehr, hab schon Herzrasen.
So, nun sollte ich erfrischt sein. Also: das bisher Geschriebene lesen, ach nee, ich hatte Mutter ja zugesagt nochmal zur?ckzurufen. Ja, da bin ich nochmal. Nee, war nicht die Post, war ne Kollegin. Wart mal, es klingelt. Ich sag einfach mal tsch?ss.
Noch ein Paketdienst. Der Zusteller war ja heute richtig gespr?chig. Sonst kenn ich ihn nur muffig und unfreundlich. Liegt sicher an meiner fr?hlichen Ausstrahlung.
Das bisher Geschriebene lesen, Stimmung einfangen, Finger auf die Tasten. Quatsch, guck mal auf die Uhr!
13.50 Uhr. Jetzt muss ich aber in die P?tte kommen. Ich nehm das blaue T-Shirt, f?r nen Pulli ist es drau?en zu warm. Ende Oktober! Ein letzter Blick auf die Ausbeute des heutigen Tages, bevor ich den Rechner runterfahre: Er schloss das Fenster.Ich glaub, zum Romanschreiben eigne ich mich wirklich nicht.
27.10.05 23:39
 


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